Optik & Geschmack

Nanu, ist das eine Tomate? Nein, aber durchaus eine Familie. Wie auch die Tomate (und im Übrigen auch die Kartoffel) ist die Physalis ein Mitglied der Nachtschattenfamilie. Die orangefarbene kleine Frucht – etwas kleiner als eine Kirschtomate – schmeckt süßsauer. Doch vor allem die Optik fällt auf: Die Frucht wächst in ihrer eigenen Blüte. Nicht umsonst erfreut sich die Physalis auch aufgrund ihrer dekorativen Optik großer Beliebtheit: als Trockenblume!

Stammgast in Salaten

Die Physalis ist eine Frucht, die man direkt aus der Hand essen kann, denn die Kerne sind essbar. Doch die Physalis eignet sich auch hervorragend, um Salaten einen exotischen Look und Geschmack zu verleihen. Kurz noch Kelch und Stil entfernen und anschließend halbieren. Physalis zufällig in einer kleinen Größe gekauft? Dann kann auch die ganze Frucht in den Salat.

Herkunft

Kolumbien

Die Physalis ist eine Frucht, deren Eigenschaften bereits im Altertum geschätzt wurden. Bekannt ist, dass schon die Inkas in Peru die Physalis in ihren berühmten Gärten anbauten. Und auch die Chinesen entdeckten schon früh, dass diese Pflanze etwas ganz Besonderes ist. Und nicht nur in der Küche!


Ursprung

Die Physalis ist eine Frucht, die vor allem bei heißem Klima gedeiht. Zu den Anbaugebieten gehören neben anderen Ländern Südamerika, Afrika, Indonesien, Indien, Australien, Neuseeland, China, Kenia, Südfrankreich, Portugal und die Vereinigten Staaten. Dort gibt es mehrjährige Pflanzen; in unserem Klima ist die Physalis eine einjährige Pflanze.



Mexiko

Von den fast 100 Sorten, die jemals in der Wildnis entdeckt worden sind, wächst ungefähr die Hälfte in Mexiko. Auch in Europa und Asien ist die Frucht ursprünglich bekannt.

Leiden

Laut der traditionellen chinesischen Medizin war die Physalis ein Mittel gegen zahlreiche Leiden wie Malaria, Asthma und Hepatitis. Ganz Unrecht hatten die chinesischen Mediziner nicht. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Physalis entzündungshemmend wirkt. Darüber hinaus ist sie ein wirksames Antioxidans.

 

Kap der guten Hoffnung

Portugiesische Seeleute nahmen die Frucht mit zum Kap der guten Hoffnung an der Südspitze Südafrikas. Dort wurde die Frucht angebaut, um sie anderen Seeleuten mitzugeben. Durch ihren hohen Vitamin C-Gehalt erwies sich die Physalis als das Geheimrezept gegen Skorbut!

Erzeuger

  • Johan Beckers

    Kolumbien
    Physalis

    Ja, der Erzeuger der Physalis von Soul Fruit ist...ein Belgier! Aber einer, der sein Unternehmen in
    Kolumbien betreibt. Johan baut Physalis sowohl auf konventionelle als auch auf biologische Weise an.

Alle Erzeuger

Rezepte

Schoko-Physalis-Bonbons

Schmelzen Sie die Schokolade in einer Schüssel über einem Wasserbad und fügen Sie so viel Milch hinzu, dass eine dicke, glatte Masse entsteht.

vollständiges Rezept
  • Zubereitung: 

    Schmelzen Sie die Schokolade in einer Schüssel über einem Wasserbad und fügen Sie so viel Milch hinzu, dass eine dicke, glatte Masse entsteht.  Stülpen Sie die Blätter der Physalis vorsichtig hoch. Tauchen Sie die Beeren in die Schokolade und lassen Sie diese auf einem Stück Backpapier im Kühlschrank aushärten. 

    Salat mit Physalis / 4 Pers.

    Die Hülle der Physalis entfernen und die Früchte waschen und halbieren. Apfel in kleine Stücke schneiden. Erhitzen Sie den Apfel und die Physalis in einer Pfanne und fügen Sie je nach Belieben etwas Wasser,
    Weißwein oder Balsamico hinzu.

    vollständiges Rezept
  • Zubereitung:

    Die Hülle der Physalis entfernen und die Früchte waschen und halbieren. Apfel in kleine Stücke schneiden. Erhitzen Sie den Apfel und die Physalis in einer Pfanne und fügen Sie je nach Belieben etwas Wasser,
    Weißwein oder Balsamico hinzu. Lassen Sie die Masse etwas einkochen. 

    Hacken Sie die Walnüsse klein. Verteilen Sie den Salat auf den Tellern. Geben Sie die gebratenen Früchte auf den Salat. Bereiten Sie aus der in der Pfanne verbliebenen Flüssigkeit zusammen mit dem Öl, dem Balsamico und den gehackten Walnüssen ein Dressing zu. Verfeinern Sie das Ganze mit Pfeffer und Salz. Träufeln Sie das Dressing über den Salat.  

    Cocktail "Dikke Prima"

    Ein fruchtiger Cocktail nach spanischem “Gusto”. Ein gut gekühltes Glas mit erfrischendem Corona Bier und einem Spritzer Palmzuckersirup. Dieser Cocktail verdankt seinen Namen “der feine Dicke” dem besonderen Geschmack. Desweiteren ein Hinweis auf die spezielle Mischung mit einem hohen Anteil an Frucht, die die Basis dieses Cocktails sind. Das Motto “Contra el Escorbuto” , übersetzt gegen Skorbut, ist ein weiteres Indiz für den hohen Fruchtanteil, aber auch als HInweis für den Geschmack des Corona Biers.

    vollständiges Rezept
  • Zutaten

    • Frische Mangos
    • Frische Physalis
    • Frische Limetten
    • Palmzucker
    • Corona (mexikanisches Bier)
    • Eiswürfel oder gestossenenes Eis

    Zubereitung

    • Fruchtsaft: die Mangos schälen und in Stücke schneiden. Den Kelch der Physalis entfernen. Die Mangos und die Physalis in einem Blender oder mit dem Pürierstab pürieren, im Verhältnis 2/3 Mango, 1/3 Physalis (dies kann nach Geschmack variiert werden). Die Limetten auspressen und nach Geschmack den passierten Früchten zufügen. Den fertigen Saft kühl halten. Der Saft kann auch für eventuellen späteren Gebrauch eingefroren werden.
    • Sirup aus Palmzucker: In einem Topf dem Palmzucker etwas Wasser beigeben. Nehmen Sie dafür folgendes Verhältnis: auf 100 g Palmzucker 1 dl Wasser. Den Topf gleichmässig erhitzen und die Mischung rühren, bis der Zucker aufgelöst ist, danach noch ca 3 Minuten kochen. Anchliessend die Masse abkühlen lassen. Der Sirup kann gekühlt aufbewahrt werden.
    • Cocktail: ein traditionelles Pils-Glas mit 2 Eiswürfeln oder gestossenem Eis füllen. Das Glas zur Hälfte mit dem zubereitem Fruchtsaft füllen. Dazu kommen 2 EL des Sirups aus Palmzucker. Nun das Glas auffüllen mit CORONA Bier. Den Cocktail vorsichtig rühren. Den Glasrand mit einer Scheibe Limette dekorieren.

    Kalender

    ursprung Jan Feb März Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
    Kolumbien
                           

     

    Saisonkalender

    Fakten

    Die Frucht der Spitznamen

    Sie dürfen sie auch Kapstachelbeere nennen. Ananaskirsche oder Goldbeere. Lampionpflanze oder chinesische Laterne. Oder Cape Gooseberry, wenn Sie in England wohnen. Die Physalis ist eine Frucht, die offenbar zu unzähligen Spitznamen inspiriert!

    Halt! Weg mit diesem Kühlschrank!

    Wie viele andere (sub)tropische Früchte auch reagiert die Physalis allergisch auf Kühlschränke. Haben Sie die Früchte zu unreif gekauft? Nachreifen ist am schnellsten bei Zimmertemperatur möglich. Und gefällt Ihnen der süßsaure Geschmack (ähnlich einer Ananas) doch nicht so ganz? Dann zuckern Sie sie einfach!

    Snacks mit Physalis

    Physalis und Diät passen hervorragend zusammen. Die Frucht besitzt nämlich einen sehr hohen Ballaststoffgehalt. Dieser sorgt für ein schnelles Sättigungsgefühl. Und auch die Kalorien in Physalis schonen Ihren BMI-Index. 100 g Früchte haben nur 53 Kalorien!

    Von 40 cm bis 3 m

    Die Höhe der Physalispflanze selbst variiert von 40 cm bis 3 m. Auch in Westeuropa kann die Pflanze einen Sommer überleben, aber dort beschränkt sich die Lebensdauer dieser Pflanze im Gegensatz zu den Produktionsländern auf ein Jahr.

    In die Schokolade tauchen... hmmm!

    Die Einsatzmöglichkeiten der Physalis in der Küche sind vielfältig: in Salaten, Torten, Marmelade, aus der Hand oder getrocknet. Doch auch für die echten kulinarischen Liebhaber geht nichts über eine in geschmolzene Schokolade getauchte Physalis!

    Die Ernte: Aufsammeln!

    „Erdkirsche" ist eine andere Bezeichnung für Physalis. Die Früchte werden nämlich geerntet, indem sie vom Erdboden aufgesammelt werden. Sie fallen von alleine von der Pflanze ab, sobald sie reif sind. Aber nicht jede abgefallene Physalis ist geniessbar. Und genau wie bei anderen Nachtschattengewächsen wie der Tomate oder der Kartoffel ist der Verzehr von unreifen Früchten nicht zu empfehlen.